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Wolfgang Sofsky
Robert Casadesus spielt Debussy: „Ondine“

Kurz nach Maurice Ravel komponierte Claude Debussy eine ganz andere „Ondine“, die sodann als Nr.8 in das zweite Heft der „Préludes“ einging. Debussy läßt nicht im fließenden Strom eine Melodie erklingen, bis die Nixe schließlich in Tropfen zerrinnt. Seine „Ondine“ ist geprägt von Kontrasten, Brüchen, Fragmenten und fließt nicht inmitten narrativer Wellen. Manche Interpreten haben diese Kontraste scharf akzentuiert, andere das „Verschwimmen“ der Klangflächen betont. Zur zweiten Gruppe gehört Robert Casadesus, dessen exquisite Technik auch einen einen perlenden Samtanschlag umfaßte, über den nur wenige Pianisten verfügen:

https://www.youtube.com/watch?v=1zVXy2yXEXs

© WS 2017

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