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Wolfgang Sofsky
Macht und Stellvertretung – Inhalt


br., 132 Seiten, 9,80€, Independently published, KDP, erhältlich bei Amazon

Warum enden Demokratien regelmäßig in einer Herrschaft der Wenigen? Wie entsteht politische Entfremdung, in Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften, Parteien, Parlamenten, zwischen Wählern und Gewählten, zwischen Auftraggebern und Beauftragten? Wie bildet sich Macht durch Vertretung und deren Organisation, wie gewinnt sie Dauer und Bestand und weshalb kehrt die Oligarchie wieder, obwohl das alte Regime entmachtet wurde? Der Essay untersucht die zentrale Struktur des Politischen: die Stellvertretung. Wer andere für sich sprechen, handeln oder entscheiden läßt, beauftragt sie mit der Vertretung seiner selbst. Er zahlt dafür mit dem Verlust seiner Souveränität und mit der Unterwerfung unter ein Regime der Repräsentation, das seine Angelegenheiten übernommen hat, ihn zum Zuschauer in eigener Sache herabwürdigt und seine Wünsche enttäuscht.

Inhalt:
Einer für andere
I. Die Struktur der Stellvertretung: Zwischenstellung, Gruppenverband – Anerkennung -Symbol, Ikon – Gewinne, Verluste
II. Vertretungsmuster: Sprachrohr, Tribun – Fürsprecher, Dolmetscher – Imperative Delegation – Repräsentation – Statthalter, Demagoge
II. Organisation: Formalisierung – Rotation – Arbeitsteilung, Wachstum, Koordination – Hierarchie – Korruption der Wahl
IV. Regeln: Abstimmung, Konsens, Veto, Initiativrecht – Mehrheit, Minderheit – Partizipation -Öffentlichkeit, Geheimnis – Dienstwege der Vertretung – Soziale Regularien
V. Publikum: Anhänger, Parteisoldat – Rebell – Wächter – Beobachter – Gleichgültigkeit – Schweigen – Austritt
VI. Rhetorik der Repräsentation: Identität – Unentbehrlichkeit – Glaubwürdigkeit – Pflicht – Mobilmachung
VII. Transformationen: Vermittlung – Dienstleistung -Patronage – Usurpation
VIII. Revolution: Machtzerfall – Unzufriedenheit, Empörung – Totales Engagement – Ideologie – Gegenapparat – Militär – Organisation der Revolution

© WS 2019

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