Die Unschlüssigen

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Wolfgang Sofsky
Die Unschlüssigen

In Michelhausen, nicht zu verwechseln mit der Marktgemeinde nämlichen Namens am Südrand des Tullnerfeldes, sind die Einwohner aufgerufen, demnächst an einer Urne ihre Stimme abzugeben, damit die zur Wahl stehenden Parteien neben den Stimmen auch die Gelder aus der Steuerkasse erhalten, damit sie ihre Büros, Sekretäre, Sekretärinnen, Stiftungen und Wahlkampagnen bezahlen können, vermittels derer sie auch beim nächsten Mal wieder die Stimmen der Michelleute einwerben und ihre Steuergelder einkassieren können und so bis zum SanktNimmerleinsTag den Michelleuten auf Tasche und Gemüt liegen können, weswegen nicht wenige Michelleute, es dürften so um die 25 Prozent sein, sich dazu entschlossen haben, auch dieses Mal zumindest ihre Stimme für sich zu behalten, anstatt sie, wie die anderen Narren, abzugeben, was ihnen von den Meinungsbefragern das Etikett eingetragen hat, sie seien wohl noch unschlüssig, obwohl sie längst beschlossen haben, sich nicht länger ausstimmen, ausplündern und langweilen zu lassen, und zwar weder von den Stimmeinwerbern, die seit ein paar Wochen von Haustür zu Haustür eilen, noch von den Marktstandsrufern, die jedem Passanten einen Papierzettel überreichen und sie in ein überflüssiges Gespräch verwickeln wollen, noch gar von den halbamtlichen, parteinahen Berichterstattern, die ihre Seiten und Minuten mit belanglosen Berichten über Stimmenfänger, Parteirufer und Michelleutefischer füllen, nicht zuletzt, um nachzuweisen, daß die Zwangsabgaben, welche die Michelleute allmonatlich entrichten müssen, um allabendlich und allmorgendlich von den Zuträgern, Stichwortgebern und Teppichlegern der zur Wahl stehenden Kandidaten gelangweilt zu werden, zu Recht erhoben werden, was nicht wenige Michelleute, es dürften etwa 24 Prozent sein, dazu verleitet hat, statt langweiliger und zeitstehlender Wahlberichte lieber ein halbspannendes Fußballspiel oder einen Actionfilm zu betrachten, wodurch sich in ihrem verdrossenen Gemüt Tag für Tag die Überzeugung gefestigt hat, man solle am Stimmabgabe- und Parteizahlungstag lieber ins Grüne fahren, sich ans Meer oder vor die Berge setzen und darüber nachdenken, wie man alle die Stimmeinwerber, seien es die der alten, seien es die der neuen Parteien, auf einen Schlag loswerden könne, ja, wie man eine Regierung samt Wasser- Koffer- und Meinungsträger auf den zweiten Schlag loswerden könne, und was zu tun sei, wenn man seine Stimme einfach für sich behalte und von den jährlichen Steuerzahlungen einfach den Betrag einbehalte, der für die Finanzierung von Parteien und anderen Einrichtungen abgezweigt wird, was besonnene Michelleute, es dürften so etwa 23 Prozent sein, indes auf den Gedanken brachte, wieso man überhaupt eine Obrigkeit finanzieren solle, die weder gute Straßen, noch gute Schulen, noch hinreichende Sicherheitsvorkehrungen oder medizinische Versorgung zustande bringe, die sich mithin weder Stimme noch Geld verdient habe, wie es die Gerechtigkeit fordere, woraufhin sich bei nicht wenigen Michelleuten, es dürften mindestens 22 Prozent sein, eine gewisse Schlüssigkeit einstellte, daß das Gebot der Gerechtigkeit zuerst gegenüber den Kandidaten, Vertretern, Repräsentanten und ihren Gehilfen anzuwenden sei, wonach jeder erhält, was er sich verdient hat, und jeder, der nichts verdient hat, auch nichts erhalten soll, weder Geld noch Stimme.

© WS 2017

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Koalitionen: Inhalt

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Wolfgang Sofsky
Koalitionen: Inhalt

Verlag: CreateSpace: London, Leipzig, Wroclaw 2017.
br., 140 Seiten, 9.80 €.
erhältlich weltweit über Amazon:

https://www.amazon.de/dp/1975742184/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1504096504&sr=8-2&keywords=sofsky

Inhalt

Eins, zwei, drei
Die Struktur der Koalition: Gegensätze, Gemeinsamkeiten – Ressourcen, Präferenzen, Offerten
Formen der Koalition: Stimmung und Spontaneität – Feindespakt und Probebündnis Zweckbündnis und Verteidigungspakt – Dauerallianz und Gewohnheitsbündnis.
Koalitionsbildung: Kontaktlinien und Kanalarbeit – Intrige und Geheimnis – Abstände, Ränder, Zentren, Netze.
Machtfelder: Despotie und Gleichgewicht – Revolution und Reform – Einzelgänger, Nutznießer, Mitläufer – Gewinne und Kosten.
 Wahlverwandtschaften: Der Wille zur Macht und der Wille zum Profit – Der Wille zur Sicherheit – Ideologische Nachbarschaft – Gleichheit und Schutz – Solidarität.
Regeln und Programme: Teilnahmerechte – Versprechen, Vorauszahlung, Verteilung – Themen, Ziele – Unklarheiten, Fiktionen.
Gefahren: Ungewißheiten – Ungleichheit – Unfreiheit – Entfremdung – Sinnverlust.
Maßnahmen: Organisation – Koordination und Demokratie – Politisches Theater – Wachstum.
Finale: Repression und Explosion – Sezession – Verrat – Koalitionswechsel – Agonie.

© WS 2017

New Book: Denkbilder

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New Book: Denkbilder

Verlag CreateSpace, London, Leipzig, Wroclaw
160 S., 43 SW-Abb., 12,80 €
zu beziehen über amazon:

https://www.amazon.de/dp/1974660478/ref=sr_1_26?ie=UTF8&qid=1503057708&sr=8-26&keywords=sofsky

Denken ist unsichtbar. Deshalb machen sich Menschen Bilder vom Denken. Skulpturen und Gemälde führen nachdenkliche Figuren vor Augen; Epen, Verse und Dramen lassen große und kleine Denker sprechen. Metaphern vergleichen das Denken mit Gebäuden, Blitzen, Wegen oder Strömen. Die Kunst- und Kulturgeschichte des Geistes war schon immer damit befaßt, Gedanken ins Bild zu setzen. Der Essay geht dieser Geschichte nach, nicht ohne die Systematik des Denkens selbst zu bedenken.

Inhalt : Cernavodă – Denkbilder – Demokleides – Sarcofago della Cerbita – Sokrates: Denken im Tod – Der Groll des Achilleus – Aias: Denken vor dem Tod – Diego Velazquez: Nach der Schlacht – Penelope und Eurykleia – Herakles: Zwischen der Arbeit – Pythagoras: Denken im Leben – Aristoteles: Denkendes Leben – Raffael: Heraklits tiefe Seele – Gedankenblitz – Denkweg – Gedankengebäude – Gedankenfluß – Avalokiteshvara – Zen: Undenkbares denken – Sukia: Im anderen Zustand – Der Bucklige – denkend – Michelangelo: Jeremia – Donatello: Zuccone – Hieronymus Bosch: Wüstengedanken – Vittore Carpaccio: Hiob – Hans Leinweber: Im Elend denkend – Auf hartem Steine – Il Pensieroso – Albrecht Dürer: Melencolia – Fledermäuse oder Das Denken der anderen – Niclaus Gerhaert: Gedankenkreis – Der Tod – denkend – „Alas, poor Yorick“ – Thomas Hobbes: Denkmaschine – Pieter Jacobsz Codde: Denkpause – Gedankenfälle – J.H.W.Tischbein: In der Zelle – Johann Heinrich Füssli: Grames Stolz – Robert Schumann: Töne denkend – Fernand Khnopff: Töne hörend – Charles Meryon: Le Stryge – Charles Baudelaire: Gedankenflug – Dante Gabriel Rossetti: Penelope – G.F.Watts: Undeutliches Gemurmel – Eduard Manet: La Prune oder Der Tagtraum – Vincent van Gogh: Das innere Hindernis – Rodin: Denkathlet – Edvard Munch: Schattendenker – Franz von Stuck: Haßlicht – Giorgio de Chirico: Muse – gedankenlos – Samuel Beckett: Denken – gemeinsam? – Ron Mueck: In der Ecke – Der Wächter – Sichtweisen

© WS 2017

Neuauflage „Lautlos“ – Inhalt

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Wolfgang Sofsky
Neuauflage „Lautlos“ – Inhalt


Verlag: Createspace Independent Publishing, London/Leipzig/Wroclaw,
br., 134 Seiten, 7,60 €
zu beziehen über Amazon.

„Lautlos“ versammelt kurze Geschichten über Menschen und Tiere, Geister und Götter. Manche handeln von wirklichen Vorkommnissen, andere von irrealen oder surrealen Begebenheiten. Unter den ernsten Stücken sind auch mehrere von eher heiterer Natur. Einige Geschichten haben eine tiefere Bedeutung, andere nicht.

Inhalt: Lautlos – Fälle – Grundlos – Der Bote – Käsetorte – Pferdegetrappel – Brille mit Goldrand – Der Austräger – Keine Umstände – Ein Spaßmacher – Hülsen – Holzkatzen – Festmahl – Am Straßenrand – Samstagnachmittag – Licht – Rühreier – Lange Bahn – Lavendel – Baskenmütze – Blindweiß – Atemlos – Die Puppe – Kabel – Fürsorge – Gleisbett – Rosenquarz – Schatten – Tor – Der Zigarillo – Stellenausschreibung – Vater und Sohn – Regen – Der Berg – Waldbrand – Drei Brüder – Ein Unfall – Erinnerungen – Alabaster – Der Kurs – Schlaflos – Sand – Müllkipper – Krokodile – Flugkatzen – Ein Elefant – Blechkannen – Pflanzenschmerz – Vikunja – Die Peitsche – Konzert – Rückkehr – Der Ring – Glissando – Favoriten – Schließung – Der Inquisitor – Ungestüm – Totenspeise – Die Mauer – Fittiche – Die Sterblichen – Die Unsterblichen – Wortlos – Wortschwall – Lobpreis – Bilanzen – Menschen? – Zwei Götter – Rasso – Das Standbild – Danach – Blindenzug – Abstieg – Die rote Schleife – Seidenkleider – Nachtfarben – Punkte – Gesichter – Federmantel – Nachhall – Zeit.

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Der sechste Walzer: Charles Gounod – Faust

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Wolfgang Sofsky
Der sechste Walzer: Charles Gounod – Faust

Vor der Stadt feiert das Volk, Mädchen, Matronen, Studenten, Soldaten tanzen den Walzer, eine Kanone wird aufgefahren, denn es geht in den Krieg. Die Paare wirbeln im Tanz, und Mephisto macht Faust mit Margarethe bekannt. Sie weist ihn zunächst ab, aber der Dämon rät zu Geduld, Faust werde noch an sein Ziel gelangen. Der Offizier kniet vor dem Kreuz, die Soldaten stellen sich in Reih und Glied, dann geht der Walzer in einen Marsch über und die Männer marschieren ins Gefecht. Die Mädchen jubeln und winken, mit Schwung und Begeisterung beginnt der Feldzug.

Ken Russel, von dem die Inszenierung in der Wiener Staatsoper stammt, hat seinerzeit (1985) viel maskiertes Volk auf der Bühne versammelt. Margarethe hat er in den Habit einer Nonne gesteckt (keine Maskerade), damit auch jeder im Publikum merkt, wie verwerflich die Verführung ist. Mit der Figur des Librettos und der Musik hat der Regieeinfall nichts zu tun. Weder singt Margarethe noch redet sie wie eine Nonne. Vermutlich ist mittlerweile auch schon jemand auf die Idee verfallen, das Mädchen in eine Burka zu stecken.

http://www.youtube.com/watch?v=KKRITskQsLU  (Dauer ca.6 Minuten)

Es singen:
Franciso Araiza (Faust), Ruggero Raimondi (Mephisto), Gabriela Benacková (Margarethe), Gabriele Sima (Siebel), es dirigiert Erich Binder das Orchester der Wiener Staatsoper

Und hier der Libretto-Auszug in deutscher Übersetzung

Ende 2.Akt:
Walzer und Chor. Tanz

CHOR
Leichte Wölkchen sich erheben,
Von des Zephyrs Hauch bewegt,
Und der Staub fliegt leicht erregt,
Wo im Tanz die Paare schweben,
Auf der Freude frohen Schwingen
Weithin hört den Walzer klingen.
MEPHISTO
Sieh die schönen Gestalten!
Willst du nicht der Schönsten unter ihnen
Anbieten deinen Arm?
FAUST
Lass die Scherze, die Spötterei’n;
Sie allein bringt Heil meinem Herzen!
SIEBEL
Ich muss an diesem Ort bald sehen Margarethen!
EINIGE JUNGE MÄDCHEN
Du hast uns heut‘ noch nicht zum Tanz gebeten!
SIEBEL
Nein, nein! Ich tanze heut‘ nicht.
CHOR
Leichte Wölkchen sich erheben etc.

Margarethe tritt auf
FAUST
O welch Glück! sie ist es!
MEPHISTO
Nun wohl! so sprich zu ihr.
SIEBEL
Margarethe!
MEPHISTO
Was gibt’s?
Mephisto stellt sich zwischen Siebel und Margarethe
SIEBEL
Verwünschter Kerl! auch noch da!
MEPHISTO
Ja, wirklich mein Freund! Ihr auch da?
Haha! Wahrhaftig, guter Freund, auch Ihr seid da!
FAUST
Mein schönes Fräulein, darf ich’s wagen,
Meinen Arm und Geleit Euch anzutragen?
MARGARETHE
Bin weder Fräulein, weder schön,
Kann ungeleitet nach Hause geh’n.
FAUST
Auf mein Wort, sie ist reizend
Und schön zum Entzücken!
O himmlische Maid, dich lieb‘ ich!
SIEBEL
Sie ist verschwunden!
MEPHISTO
Wie ging’s?
FAUST
Weh mir! man stiess mich zurück!
MEPHISTO
Wohlan! so misch‘ ich mich drein,
Und bald ist Margarethe dein!
Mephisto und Faust ab

JUNGE MÄDCHEN
Sprecht, was gibt’s?
ZWEITE GRUPPE DER MÄDCHEN
Es war Gretelein, die von dem Junker
Nicht wollte begleitet sein.

CHOR
Tanzet, walzet, tanzet nur zu!
Leichte Wölkchen sich erheben etc.
Seht wie schnell sie sich drehen,
Im weiten Raum Gewänder leicht wehen.
Welch Glück, welche Wonne
Erregt die Brust,
Nichts unter der Sonne
Gleicht dieser Lust!

© W.Sofsky 2014

Der fünfte Walzer: Franz Liszt – Mephisto in der Dorfschenke

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Wolfgang Sofsky
Der fünfte Walzer:
Franz Liszt: Mephisto-Walzer Nr.1

Durchs Fenster springt der Jäger herein, seinem Begleiter ist schon ganz wunderlich zumute. In allen Sinnen zieht es ihn; die Frau mit den schwarzen Augen und roten Wangen, den schwellenden Lippen und „wollustweichen Sterbekissen“ reißt ihm die Seele fort. Gar lustig geht es zu in der Dorfschenke, Musik und Tanz erfüllen den Raum, aber noch zögert er. Da eilt Mephisto zu den Spielleuten und bittet um die Geige:

„Ihr lieben Leutchen, euer Bogen
Ist viel zu schläfrig noch gezogen!
Nach eurem Walzer mag sich drehen
Die sieche Lust auf lahmen Zehen,
Doch Jugend nicht voll Blut und Brand.
Reicht eine Geige mir zur Hand,
’s wird geben gleich ein andres Klingen,
Und in der Schenk‘ ein andres Springen!

Der Spielmann dem Jäger die Fiedel reicht,
Der Jäger die Fiedel gewaltig streicht.
Bald wogen und schwinden die scherzenden Töne
Wie selig hinsterbendes Lustgestöhne,
Wie süßes Geplauder, so heimlich und sicher,
In schwülen Nächten verliebtes Gekicher.
Bald wieder ein Steigen und Fallen und Schwellen;
So schmiegen sich lüsterne Badeswellen
Um blühende nackte Mädchengestalt.
Jetzt gellend ein Schrei ins Gemurmel schallt:
Das Mädchen erschrickt, sie ruft nach Hilfe,
Der Bursche, der feurige, springt aus dem Schilfe.
Da hassen sich, fassen sich mächtig die Klänge,
Und kämpfen verschlungen im wirren Gedränge.
Die badende Jungfrau, die lange gerungen,
Wird endlich vom Mann zur Umarmung gezwungen.
Dort fleht ein Buhle, das Weib hat Erbarmen,
Man hört sie von seinen Küssen erwarmen.
Jetzt klingen im Dreigriff die lustigen Saiten,
Wie wenn um ein Mädel zwei Buben sich streiten;
Der eine, besiegte, verstummt allmählich,
Die liebenden beiden umklammern sich selig,

Im Doppelgetön die verschmolzenen Stimmen
Auf rasend die Leiter der Lust erklimmen.
Und feuriger, brausender, stürmischer immer,
Wie Männergejauchze, Jungferngewimmer,
Erschallen der Geige verführende Weisen,
Und alle verschlingt ein bacchantisches Kreisen.
Wie närrisch die Geiger des Dorfs sich gebärden!
Sie werfen ja sämtlich die Fiedel zur Erden.
Der zauberergriffene Wirbel bewegt,
Was irgend die Schenke Lebendiges hegt.
Mit bleichem Neide die dröhnenden Mauern
Daß sie nicht mittanzen können bedauern.
Vor allen aber der selige Faust
Mit seiner Brünette den Tanz hinbraust;
Er drückt ihr die Händchen, er stammelt Schwüre,
Und tanzt sie hinaus durch die offene Türe.
Sie tanzen durch Flur und Gartengänge,
Und hinterher jagen die Geigenklänge;
Sie tanzen taumelnd hinaus zum Wald,
Und leiser und leiser die Geige verhallt.
Die schwindenden Töne durchsäuseln die Bäume,
Wie lüsterne, schmeichelnde Liebesträume.
Da hebt den flötenden Wonneschall
Aus duftigen Büschen die Nachtigall,
Die heißer die Lust der Trunkenen schwellt,
Als wäre der Sänger vom Teufel bestellt.
Da zieht sie nieder die Sehnsucht schwer,
Und brausend verschlingt sie das Wonnemeer.“

In Töne gesetzt hat Franz Liszt diese Szene aus Nikolaus Lenaus Versepos „Faust“ im ersten Mephisto-Walzer. Der Hexenmeister Liszt hat den Walzer jedoch nicht für die Geige geschrieben, sondern für sein ureigenes Instrument: den großen Konzerflügel. Lediglich die leeren Quinten zu Beginn erinnern an die Violine. Mephisto mußte offenbar noch einmal nachstimmen, bevor er die Raserei entfesselte. Dieser Walzer bewegt sich an der Randzone des Rauschs, wo Rhythmus, Drehen und Kreisen einen Wirbel der Wollust auslösen, in dessen Mitte ein anderer Geist regiert. Es spielt Boris Berezovsky, für den Perfektion, Poesie, Elegie und Leidenschaft wahrlich keine Hexerei sind. Die Aufnahme stammt vom August 2009 (ca. 9.5 Minuten) – phänomenal!

http://www.youtube.com/watch?v=prnW7UA-K8E

© WS 2014

Der vierte Walzer: Rubinstein spielt Chopin op.34,1

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Wolfgang Sofsky
Der vierte Walzer:
Arthur Rubinstein spielt Chopin op.34,1

Arthur Rubinstein haßte es, wenn das Publikum herumrätseln mußte, welches Stück er als Zugabe spielte. Bei dem legendären Konzert 1964 im großen Saal des Moskauer Konservatoriums sagte der Kosmopolit Rubinstein alle Zugaben in perfektem Russisch an: hier Chopins As-Dur Walzer op.34,1, komponiert im Sommer 1835 in Decin in Böhmen, auf dem Schloß der Prinzessin von Thun-Hohenstein, welcher der Walzer auch gewidmet ist. Es ist unwahrscheinlich, daß jemals nach diesem Walzer in einem Ballsaal getanzt wurde, denn Chopins Klavierwalzer sind eher beschwingte oder melancholische Reflexionen über den Walzer, nicht ohne Elemente der polnischen Mazurka. Aber Rubinstein spielt das brillante Stück seines Landsmanns Chopin keineswegs wie in einem Salon. Sein Ton ist voll und nuanciert, sein Spiel ebenso gelassen und mühelos wie frei. Man glaubt fast, er würde die Töne atmen, so ist die Musik Teil seiner Physiologie.

http://www.youtube.com/watch?v=KLscY15Z0r0

© WS 2014

Der dritte Walzer. J.W.Goethe: Werther

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Wolfgang Sofsky
Der dritte Walzer. J.W.Goethe: Werther

Tanzen muß man sie sehen! Siehst du, sie ist so mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dabei, ihr ganzer Körper eine Harmonie, so sorglos, so unbefangen, als wenn das eigentlich alles wäre, als wenn sie sonst nichts dächte, nichts empfände; und in dem Augenblicke gewiß schwindet alles andere vor ihr.

Ich bat sie um den zweiten Contretanz; sie sagte mit den dritten zu, und mit der liebenswürdigsten Freimütigkeit von der Welt versicherte sie mir, daß sie herzlich gern deutsch tanze. – »Es ist hier so Mode, »fuhr sie fort, »daß jedes Paar, das zusammen gehört, beim Deutschen zusammenbleibt, und mein Chapeau walzt schlecht und dankt mir’s, wenn ich ihm die Arbeit erlasse. Ihr Frauenzimmer kann’s auch nicht und mag nicht, und ich habe im Englischen gesehen, daß Sie gut walzen; wenn Sie nun mein sein wollen fürs Deutsche, so gehen Sie und bitten sich’s von meinem Herrn aus, und ich will zu Ihrer Dame gehen«. – ich gab ihr die Hand darauf, und wir machten aus, daß ihr Tänzer inzwischen meine Tänzerin unterhalten sollte.

Nun ging’s an, und wir ergetzten uns eine Weile an manigfaltigen Schlingungen der Arme. Mit welchem Reize, mit welcher Flüchtigkeit bewegte sie sich! Und da wir nun gar ans Walzen kamen und wie die Sphären um einander herumrollten, ging’s freilich anfangs, weil’s die wenigsten können, ein bißchen bunt durcheinander. Wir waren klug und ließen sie austoben, und als die Ungeschicktesten den Plan geräumt hatten, fielen wir ein und hielten mit noch einem Paare, mit Audran und seiner Tänzerin, wacker aus. Nie ist mir’s so leicht vom Flecke gegangen. Ich war kein Mensch mehr. Das liebenswürdigste Geschöpf in den Armen zu haben und mit ihr herumzufliegen wie Wetter, daß alles rings umher verging, und – Wilhelm, um ehrlich zu sein, tat ich aber doch den Schwur, daß ein Mädchen, das ich liebte, auf das ich Ansprüche hätte, mir nie mit einem andern walzen sollte als mit mir, und wenn ich drüber zugrunde gehen müßte. Du verstehst mich! „

Aus: Johann Wolfgang Goethe, Die Leiden des jungen Werther, Erstes Buch, am 16.Junius.

Lotte und Werther tanzen noch den „Deutschen“, einen Drehtanz im 3/4- oder 3/8 – Akt. Er gilt als Vorläufer des rascheren Walzers. Das Paar umfaßt sich mit einem Arm, die beiden freien Hände sind ineinandergelegt, der Arm ausgetreckt. Die Paare bilden einen Kreis und umrunden, sich fortlaufend drehend, den Saal. Im Innern des Kreises versuchen sich die Paare in anmutigen Verschlingungen der Arme und zierlichen Stellungen der Körper. Der Tanz ist eine günstige Gelegenheit, in der Öffentlichkeit eines Balls sich hautnah zu begegnen. Wegen der engen Körperhaltung und der „unzüchtigen Betastung“ galt der Tanz da und dort als unmoralisch. In Bayern und Salzburg war er in den 1760er Jahren verboten, in der Reichsstadt Wetzlar offenbar nicht. Kaiser Joseph II. gab für Bälle in den Redoutensälen der Hofburg „Deutsche“ in Auftrag, es gibt solche Tänze von Haydn, Mozart und Beethoven. Schuberts Walzer heißen häufig noch „deutsche Tänze“. Nach dem Wiener Kongreß beschleunigte sich das Tempo und aus dem „Deutschen“ wurde der Walzer.

© WS 2014

Der zweite Walzer: Carlos Kleiber dirigiert Johann Strauß op.346

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Wolfgang Sofsky
Der zweite Walzer
Carlos Kleiber dirigiert Johann Strauß op.346 

Auf dem Sprung vom Balldirigenten und Tanzkomponisten zum Operettenkönig versuchte sich Johann Strauß zunächst an einem Libretto, das im Orient spielt und „Indigo und die 40 Räuber“ hieß. Im Februar 1871 wurde das Machwerk im Theater an der Wien uraufgeführt, am Pult stand der Komponist höchstselbst. Sonderlich orientalisch klang die Musik nicht, die Töne kamen eher, wie der Biograph Ludwig Eisenberg schrieb, vom Lerchenfeld (16. Bezirk): „ melodisch packend, von pikanter rhythmischer Eigentümlichkeit und bestrickend instrumentiert. Als am Premierenabend beim Walzer ‚Ja, so singt man, ja, so singt man in der Stadt, wo ich geboren‘ das ganze Haus in einen jauchzenden Schrei ausbrach, die Insassen der Logen und Sperrsitze in tanzende Bewegungen gerieten, da glaubte man, jetzte müsse Strauß dem Primgeiger die Violine aus der Hand reißen, sie selber ansetzen und, wie einst beim ‚Sperl‘ zum Tanz aufspielen.“
Das Lied „Ja, so singt man“ wird im Walzer op.346 „Tausendundeine Nacht“ zu Beginn zitiert. Der zweite Walzer bietet das schwungvolle Bacchanal: „Laßt frei nun erschallen das Lied aus der Brust“, es folgen Motive aus dem 2. Akt und aus dem Finale. Auch der Eseltreiber aus der Operette taucht auf, bevor in der Coda sich alles zu großer Wirkung steigert. Die Uraufführung fand im März 1871 im Goldenen Saal des Musikvereins statt. Der Erfolg war triumphal.

Hier dirigiert der größte Meister der „Walzerseligkeit“, Carlos Kleiber, die Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert 1992. Kleiber, der von manchen Kritikern zum bedeutendsten Dirigenten des 20.Jahrhunderts gekürt wurde, dirigiert, als entstünde die Musik erst im Augenblick der Aufführung. Seine Vorbereitung und die Proben waren indes von berüchtigter Gewissenhaftigkeit und zeitraubender Sorgfalt. So genau war er, daß er Noten las, die gar nicht notiert waren. Wie soll man sein Dirigat beschreiben? Beseelt, federnd, frei fließen die Bewegungen über jeden senkrechten Taktstrich hinweg, gelegentlich scheint sich der Tanz seiner zu bemächtigen, der Rhythmus bringt den Dirigenten selbst zum Tanzen. Aber trotz allen Enthusiasmus der Bögen und Linien ist die Aufführung von ungewöhnlicher Durchsichtigkeit und Präzision, in jeder Stimme, jeder Einzelheit. (Dauer ca. acht Minuten)

http://www.youtube.com/watch?v=g0kq1bSdpvk

©  WS 2014

 

Der erste Walzer – Hector Berlioz: Auf einem Ball

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Wolfgang Sofsky
Walzer I
Hector Berlioz: Auf einem Ball

HenriettaSmithsonVon London kam sie nach Paris und spielte auf der Bühne die Ophelia oder Julia. Ein gefeierter Star war sie in ihrem Ensemble, die ebenso schöne wie talentierte Irin Harriet Smithson. Die Kritiken überschlugen sich, aber keiner war ihr so verfallen wie der junge Komponist Hector Berlioz, der sich unsterblich in sie verliebte. Zwar verstand er kein Wort Englisch, aber der Zauber ihrer Erscheinung, die Anmut ihrer Gesten und die Kraft ihres Ausdrucks überwältigten ihn. Nächtelang irrte er durch die Straßen und ersann tausend Gelegenheiten, wie er ihre Aufmerksamkeit erregen könnte. Flammende Briefe schrieb er ihr, doch sie antwortete nie, befremdet war sie von der Heftigkeit seiner Geständnisse. Ohne ihn eines weiteren Blickes gewürdigt zu haben, kehrte sie alsbald nach London zurück. Berlioz war vernichtet. Zur verschmähten Liebe kam das Scheitern der künstlerischen und gesellschaftlichen Karriere. Da packte ihn eine Idee, eine wahrlich fixe Idee, in einer unerhörten Symphonie dem Pariser Publikum seine rasende Liebe zu schildern und sich mit einem Kunstwerk an der hartherzigen Geliebten zu rächen. Sogar ein großes Orchesterkonzert in ihrer Heimatstadt wollte er veranstalten, um sie mit dem Erfolg zu beeindrucken. Aus diesem Projekt wurde nichts. Dafür komponierte Berlioz 1830 die „Symphonie phantastique“, die von den Phantasien eines liebestrunkenen Künstlers erzählt. Als er im Winter 1832 erfuhr, daß die angebetete Harriet Smithson wieder in Paris weilte, ließ Berlioz ihr ein Konzertbillett zukommen. Sie war die einzige, die noch nichts von dem Programm der Symphonie wußte und nicht einmal ahnte, daß sie der Grund für dieses Meisterwerk war. Alles nahm ein kurzes Ende, berichtet Berlioz in seinen Memoiren: „Ich werde Miss Smithson vorgestellt – Sie ist ruiniert – Sie bricht sich ein Bein – Ich heirate sie.“ Beide hatten einen Sohn und führten eine unglückliche Ehe. Sie wurde 1840 geschieden, die schöne Harriet verfiel dem Trunke und starb vierzehn Jahre später.

Die Kommentare der Zeitgenossen fielen zwiespältig aus: Felix Mendelssohn-Bartholdy schrieb am 15.März 1831 aus Rom an seine Mutter: „Nun solltet ihr aber Berlioz kennen lernen! Der macht mich förmlich traurig, weil er ein wirklich gebildeter, angenehmer Mensch ist und so unbegreiflich schlecht komponiert…Er hat eine Symphonie gemacht, die Episode de la vie d’un artiste heißt. Als sie gegeben wurde, ließ er eine Erklärung von 2000 Exemplaren drucken. Die besagte dann, daß sich der Komponist im ersten Stück unter seinem Thema an eine liebenswürdige junge Dame gedacht hat … und daß seine Wut, Eifersucht, Zärtlichkeit und Tränen darin vorkommen. Das zweite Stück ist ein Ball, wo ihm alles leer erscheint, weil sie fehlt. Das dritte heißt Scène aux champs; die Hirten spielen einen ranz de vaches (d.h. Kuhreigen), die Instrumente ahmen das Säuseln der Blätter nach (alles das steht im Programm) … Zwischen dem dritten und vierten Stück (fährt das Programm fort) vergiftet sich der Künstler mit Opium, versieht sich aber in der Dosierung und, statt zu sterben, hat er nun fürchterliche Visionen. Das vierte Stück ist eine solche Vision, wo er bei seiner eigenen Hinrichtung zugegen ist … das fünfte heißt songe d’une nuit, wo er die Hexen auf dem Blocksberg tanzen sieht, seine Geliebte darunter. Zugleich hört er das dies irae mit seinem cantus firmus (eben der idée fixe, aber parodiert…Wie unbeschreiblich eklig mir dies ist, brauche ich nicht zu sagen … Die Ausführung ist noch viel elender: vier Pauken, zwei Klaviere, welche Glocken nachahmen sollen, zwei Harfen, vier große Trommeln, acht verschiedene Geigen, zwei verschiedene Kontrabässe, die Solopassagen machen…“ Robert Schumann besprach die Symphonie 1835 dagegen positiver: „Was er haßt, faßt er grimmig bei den Haaren, was er liebt, möchte er vor Innigkeit erdrücken – Seht es einmal einem feurigen Jüngling nach, den man nicht nach der Krämerelle messen soll!“

Heinrich Heine (in: Über die französische Bühne) wußte den biographischen Anlaß vom musikalischen Gehalt durchaus zu sondern, konnte sich jedoch der Komik der Aufführung schwerlich entziehen.: „Man erwartet Außerorentliches, da dieser Komponist schon Außerordentliches geleistet. Seine Geistesrichtung ist das Phantastische, nicht verbunden mit Gemüt, sondern mit Sentimentalität; er hat große Ähnlichkeit mit Callot, Gozzi und Hoffmann. Schon seine äußere Erscheinung deutet darauf hin. Es ist schade, daß er seine, ungeheure, antedeluvanische Frisur, diese aufsträubenden Haare, die über seine Stirne, wie ein Wald über eine schroffe Felswand, sich erhoben, hat abschneiden lassen; so sah ich ihn zum ersten Male vor sechs Jahren und so wird er immer in meinem Gedächtnis stehen. Es war im Conservatoire de Musique, und man gab eine große Symphonie von ihm, ein bizarres Nachtstück, das nur zuweilen erhellt wird von einer sentimentalweißen Weiberrobe, die darin hin- und herflattert, oder von einem schwefelgelben Blitz der Ironie. Das Beste darin ist ein Hexensabbath, wo der Teufel Messe liest und die katholische Kirchenmusik mit der schauerlichsten, blutigsten Possenhaftigkit parodiert wird. Es ist eine Farce, wobei alle geheimen Schlangen, die wir im Herzen tragen, freudig emporzischen. Mein Logennachbar, ein redseliger junger Mann, zeigte mir den Komponisten, welcher sich am äußeren Ende des Saales, in einem Winkel des Orchesters befand, und die Pauke schlug. Denn die Pauke ist sein Instrument. „Sehen Sie in der Avant-scene“, sagte mein Nachbar, „jene dicke Engländerin? Das ist Miß Smithson; in diese Dame ist Herr Berlioz sterbens verliebt, und dieser Leidenschaft verdanken wir die wilde Symphonie, die Sie heute hören.“ In der Tat, in der Avant-scene-Loge saß die berühmte Schauspielerin von Coventgarden; Berlioz sah immer unverwandt nach ihr, und jedesmal, wenn sein Blick dem ihrigen begegnete, schlug er los auf seine Pauke, wie wütend. Miß Smithson ist seitdem Madame Berlioz geworden, und ihr Gatte hat sich seitdem auch die Haare abschneiden lassen. Als ich diesen Winter im Conservatoire wieder seine Symphonie hörte, saß er wieder als Paukenschläger im Hintergrunde des Orchesters, die dicke Engländerin saß wieder in der Avant-scene, ihre Blicke begegneten sich wieder…aber er schlug nicht mehr so wütend auf die Pauke.“

Der zweite Satz, ein Walzer: Allegro non troppo in A-Dur, erzählt von einem glänzenden Festball, auf dem die weißgerobte Dame der Verehrung unversehens auftaucht, im Leitmotiv, der fixen Idee. Nicht auf das klassische Menuett hat Berlioz bei diesem Tanzsatz zurückgegriffen, sondern auf den Walzer. Auf starkes Blech und Schlaginstrumente hat er zugunsten zweier Harfen verzichtet. In dieser symphonischen Tanzkapelle regieren die Streicher. Tänze sind in der Regel dreiteilig angelegt, Berlioz hat jedoch neben einer kurzen Einleitung eine lange Coda von 113 Takten angefügt. Nach der geheimnisvollen Moll-Einleitung, beginnt ab Takt 39 der Walzer in A-Dur. Im Reigen der Geigen tanzt die Gesellschaft, da taucht die Geliebte auf, (das Leitmotiv aus dem ersten Satz). Amüsiert scheint sie den Tanz zu genießen. Kurz vor Eintritt des Motivs wechseln plötzlich die Tonart von A-Dur nach F-Dur und die Dynamik von Fortissimo nach Pianissimo. Zufällig scheint der Verliebte die Angebetete erkannt zu haben und gerät für einen Moment in einen kleinen Schock der Überraschung, bevor der Walzer seine Erinnerung zu begleiten beginnt. Er wirkt jetzt noch glänzender als zuvor, Freude scheint den Verliebten zu erfassen, in der Coda steigern sich Tempo, Lautstärke, Übermut und frohe Erwartung. Doch sie beachtet ihn nicht. Leise, fragend wiederholt die Klarinette das Liebesmotiv, bevor der Tanz in einem fulminanten Finale endet. Wenn man indes das Ballprogramm einmal auf sich beruhen läßt und sich nur dem Wechsel von Schwung und Verharren, Tanz und Ruhe, Bewegung und Zweifel überläßt, also die Vorstellung der Szene vergißt und auf die Töne, Klänge und Rhythmen hört, erschließt sich erst der Glanz dieses Meisterstücks.  

Roger Norrington ist der Dirigent der folgenden Aufnahme (7:23 Minuten) vom 1.9.2013 in Helsinki. Er läßt das Orchestra of the Age of Enlightment spielen, was in den Noten steht. http://www.youtube.com/watch?v=ChOZAmgF-nA

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