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Lautlos. 71 kurze Geschichten
104 Seiten, 7,60 €; 8,20 USD; 6,30 GBP.
Createspace Independent Publishing, London/Leipzig/Wroclaw 2017
zu beziehen über Amazon.

Inhalt: Lautlos S.5, Fälle 6, Grundlos 7, Der Bote 8, Käsetorte 11, Pferdegetrappel 12, Keine Umstände 14, Der Austräger 16, Ein Spaßmacher 17, Hülsen 18, Holzkatzen 19, Festmahl 20, Am Straßenrand 22, Samstagnachmittag 23, Licht 24, Rühreier 26, Lange Bahn 28, Lavendel 29, Baskenmütze 30, Blindweiß 31, Atemlos 32, Kabel 33, Fürsorge 34, Gleisbett 35, Der Koffer 36, Schatten 38, Tor 39, Der Zigarillo 40, Stellenausschreibung 41, Der Berg 43, Drei Brüder 44, Ein Unfall 45, Erinnerungen 46, Schlaflos 47, Sand 48, Müllkipper 49, Krokodile 50, Ein Elefant 51, Blechkannen 52, Pflanzenschmerz 53, Vikunja 55, Die Peitsche 56, Konzert 58, Rückkehr 60, Der Ring 61, Glissando 62, Favoriten 63, Schließung 64, Der Inquisitor 66, Ungestüm 68, Totenspeise 70, Die Mauer 71, Fittiche 72, Die Sterblichen 73, Die Unsterblichen 76, Wortlos 79, Wortschwall 81, Lobpreis 82, Bilanzen 83, Zwei Götter 85, Rasso 86, Danach 88, Blindenzug 90, Abstieg 91, Die rote Schleife 92, Seidenkleider 93, Nachtfarben 94, Gesichter 96, Federmantel 97, Nachhall 98, Zeit 99.

Prinzip Sicherheit
162 S., 8,90 €
CreateSpace Independent Publ. Platform, Leipzig/Wroclaw 2016
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Inhalt: I. Katastrophen S. 7: Crash – Explosionen – 9/11 – Das Verhängnis – Wille zur Normalität. II. Gefahren, Wagnisse 17: Risiko und Verantwortung – Normale Gefahren. III. Kalkulation und Verleugnung 22: Glück oder Pech – Unwahrscheinliches Unglück. IV. Angst, Mut und Risikolust 27: Alarmstimmung – Lob der Courage – Kultur der Ängstlichkeit – Nischen des Wagemuts. V. Versicherungsgesellschaft 37: Geld gegen Sicherheit – Schuld und Schaden – Das Elend der Sozialkassen. VI. Soziale Komplikationen 44: Rollen, Normen, Phantasien – Vertrauen – Distanz und Verrat – Argwohn – Einsamkeit. VII. Risikowirtschaft 59: Markt und Konkurrenz – Arbeitsmarkt – Wechselfälle des Bankgeschäfts – Auf glattem Parkett – Geld und Charakter. VIII. Sicherheitsstaat 72: Herrschaft und Sicherheit – Staatsgewalt – Rechtssicherheit? – Machträume – Polizei – Der totale Sozialstaat – Ende des Staates? IX. Kriegsgefahren 85: Gefühle, Kalküle – Krieg der Soldaten – Kriegsrecht –  Der totale Krieg. X. Terror 95: Schauplätze, Motive – Vom Terrorismus zum Terrorkrieg – Herren des Schreckens – Heckenschützen, Geiselnehmer – Selbstmordattentäter – Die Schwäche des Starken – Siege des Schwachen. XI. Frieden und Sicherheit 112: Gleichgewicht der Destruktivkräfte – Der Kalte Krieg – Hegemonie – Das Weltreich – Beschleunigte Staatsbildung? XII. Freiheit oder Sicherheit 127: Negative Freiheit – Ausnahmezustand – Gefahren der Vorsorge – Totaler Terror. Anmerkungen 141
Krieg und Krise. Nachwort 2016  151

Todesarten. Bilder der Gewalt
280 S., 30 SW-Abb., 16,80 €
CreateSpace Independent Publ. Platform, Leipzig/Wroclaw 2015
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Inhalt: Gewalt im Bild S. 9, I. Tiere und Menschen: Tod und Verwandlung. Die Höhle von Lascaux 23; Die Apathie der Kreatur. Löwenjagd von Eugène Delacroix 35; Der Heilige und die Bestie. Der Heilige Georg und der Drache von Paolo Uccello 47; Fleisch und Blut. Im Schlachthaus von Lovis Corinth, Der geschlachtete Ochse von Chaïm Soutine 57. II. Menschenopfer: Liebe oder Gottesfurcht. Die Opferung Isaaks von Donatello 69; Tod am Nachmittag. Die Enthauptung des Johannes von Caravaggio 80; Der gemarterte Gott. Kreuzigung von Matthias Grünewald 92.       III. Qualen und Strafen: Der Schlund. Das Tympanon der Abteikirche Sainte-Foy in Conques-en-Rouergue, Das Kuppelmosaik im Baptisterium in Florenz 107; Todesarten. Die Apostelmartyrien von Stefan Lochner 123; Messerarbeit. Die Schindung des Marsyas von Tizian 138. IV. Freitod: Nach dem Amok. Der Tod des Aias von Exekias 151; Letzte Trauer. Lucretia von Rembrandt 160; Im Hotel. Triptychon Mai – Juni 1973 von Francis Bacon 171; V. Mord und Kampf: Unter Brüdern. Die Bernwardstür am Dom zu Hildesheim 184; Das Attentat. Judith von Peter Paul Rubens 196; Die Wut der Kraft. Herkules und Antäus von Hans Baldung Grien 207; Tödliche Genugtuung. Das Duell von Francisco Goya 219. VI. Krieg: Nach der Schlacht. Flandern von Otto Dix 229; Die Greuel des Aufstands. Desastres de la Guerra von Francisco Goya 240; Der wilde Krieg. Photographien von Corinne Dufka, James Nachtwey und Paul Lowe 251; Literatur 266. Abbildungsverzeichnis 279.

Weisenfels. Roman
236 S., 22,90 €;,
Matthes und Seitz, Berlin 2014

Einzelgänger. Erzählungen
202 S. 19,90 €,
Matthes und Seitz, Berlin 2013

Inhalt:  Die sechste Stunde S. 5; Der Einzelgänger 9;Verlorene Worte 17; Die Unnahbare 25; Eine Lehrstunde  31; Enttäuschungen 41; Nummer 403 49; Glockenblumen 58; Gelbes Licht 67; Kleine Entfernung 76; Das Nebelhorn 85; Im Landhaus 94; Das Gericht 104; Das Antlitz 112; Das Denkmal 122; Der Koffer 131; Schlechte Träume 141; Ein Handgemenge 148; Spinnenbeine 157; Ein Abkommen 166; Falsche Töne 173; Tänze 182; Die Abrechnung 190.

Das Buch der Laster,
272 S., 7,95 €
C.H.Beck, München 2009

Inhalt: Im Garten des Bösen S.7; Gleichgültigkeit 24; Vulgarität 35; Trägheit 45; Selbstmitleid 56; Feigheit 69; Torheit 87; Starrsinn 102; Habgier 116; Geiz 128; Maßlosigkeit 140; Neid 154; Ungerechtigkeit 167; Geltungssucht 187; Hochmut 198; Unterwürfigkeit 209; Zorn 221; Hinterlist 236; Grausamkeit 251; Literatur 269.

Verteidigung des Privaten. Eine Streitschrift
169 S. Pb., (mit neuem Nachwort), 10,95 €
C.H.Beck, München 2009

Inhalt: Spuren S. 7; Macht und Privatheit 17; Rückblicke 30; Freiheit und Privatheit 37; Reservate des Individuums 44; Geheimnisse des Körpers 58; Private Räume 76; Eigentum 91; Informationen 107; Gedankenfreiheit 124; Nachwort: Die Chancen des Privaten 149; Hinweise 160.

Traktat über die Gewalt,
240 S., 8,90 € (Tb)
S.Fischer, Frankfurt 2005

Inhalt: Ordnung und Gewalt S.7; Die Waffe 27; Gewalt und Leidenschaft 45; Die Gewalt, die Angst und der Schmerz 65; Die Tortur 83; Die Zuschauer 101; Die Hinrichtung 119; Der Kampf 137; Jagd und Flucht 155; Das Massaker 173; Die Zerstörung der Dinge 191; Kultur und Gewalt 209; Anmerkungen 227.

Zeiten des Schreckens. Amok, Terror, Krieg
256 S., 19,90 €
S.Fischer, Frankfurt 2002

Inhalt: I: Jenseits der Grenze S.7: 1. Über das Töten 9; 2. Das Paradies der Grausamkeit 21: Irrwege, Illusionen; Imagination und Verwandlung; Ritual, Befehl, Fanal; Gewohnheit, Exzeß; 3. Aktionen 37: Amok, Der Mob, Am Pranger, Maske und Feuer;  II. Terror und Verfolgung 63: 4. Moderne und Barbarei: Zivilisation; Bürokratie; Herrschaft, Gemeinschaft, Nation; 5. Auschwitz, Kolyma, Hiroshima: Kriegsterror; Verfolgungsterror; Differenzen. 6. Terrorzeit: Attentat; Razzia; Todesmarsch. III. Krieg 113: 7. Kriegsgesellschaften: Gefecht, Belagerung; Flucht, Besatzung. 8. Die Gewalt des Krieges: Angriff auf die Sinne, Sturmlauf, Wunden. 9. Der wilde Krieg: Die Rückkehr der Marodeure; Gemetzel; Die Waffe der Schändung; Kosovo: Der Doppelkrieg; Terrorkrieg. IV. Nachwirkungen 187: 10. Vergeltung; 11. Vergessen; 12. Vom Verschwinden des Grauens. Quellen und und Anmerkungen 242.

Die Ordnung des Terrors. Das Konzentrationslager,
400 S., 19,99 € (Tb)
S.Fischer, Frankfurt 1997

© WS 2017

La Rochefoucauld: Über das Lob

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Wolfgang Sofsky
La Rochefoucauld: Über das Lob

Vor über 350 Jahren, im Jahre 1664 also, entschied der Herzog von La Rochefoucauld, Prinz von Marcillac und Pair von Frankreich, einige seiner Einsichten zusammenzustellen und sie unter dem Titel „Réflexions ou sentences et maximes morales“ herauszugeben, eine gänzlich unvollständige Sammlung, die in den folgenden Jahren von 300 auf rund 500 Aphorismen anwachsen sollte, welche – nicht nur wegen des Umfangs – zahllose Leser fanden, die endlich wissen wollten, was es mit den Maskeraden des Menschen auf sich habe und warum zuletzt niemandem über den Weg zu trauen sei. Keiner hat die Schlupfwinkel der Verstellung derart gründlich ausgeleuchtet wie La Rochefoucauld, dieser Rebell gegen den höfischen Zentralstaat und Mitkämpfer der Fronde gegen Mazarin, was ihm eine schwere Verletzung im Gesicht und den Verlust eines Auges eintrug, wodurch die Sehkraft des verbliebenen Auges jedoch derart geschärft wurde, daß ihm nichts mehr entging. Noch eine Eloge auf seine Sentenzen- und Menschenbeobachtungskunst gerät in den Verdacht einer Maskerade, die La Rochefoucauld bereits unnachsichtig entlarvt hat.

„Man lobt ungern, und man lobt nie jemanden ohne Eigennutz. Lob ist eine listige, versteckte, feine Schmeichelei, die Spender und Empfänger anders befriedigt. Dieser nimmt sie als Preis für seine Verdienste an, und jener gibt sie, um seine Billigkeit und Urteilskraft ins rechte Licht zu setzen.

Wir wählen oft giftige Lobsprüche, die durch einen Gegenstoß Fehler an dem Gelobten hervorspringen lassen, die wir auf keine andere Art aufzudecken wagen.

Gewöhnlich lobt man, um gelobt zu werden.

Wenige Menschen sind weise genug, nützlichen Tadel verräterischem Lob vorzuziehen.

Es gibt lobenden Tadel und tadelndes Lob.

Lobsprüche ablehnen heißt, nochmals gelobt werden wollen.

Das Lob, das man uns erteilt, dient wenigstens dazu, uns in der Ausübung der Tugend zu stärken.“

(F.de La Rochefoucauld, Reflexionen oder moralische Sentenzen und Maximen)

© W.Sofsky 2017

Alain: Von der Unentschlossenheit

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Wolfgang Sofsky
Alain: Von der Unentschlossenheit

Manche halten Untätigkeit für einen Beweis von Klugheit. Wer nichts tue, so sagen sie, mache auch nichts verkehrt. Andere halten Untätigkeit für eine Wohltat, weil sie alles beim Alten lasse. Wieder andere schätzen an Demokratien nicht nur die lange Bedenkzeit bis zu einer Enscheidung, sondern auch die Kunst der Nicht-Entscheidung. Diese Regierungsform sei anderen überlegen, weil sie die Untertanen mit möglichst wenigen Entschlüssen und Veränderungen behellige.

Vielen Apologeten des Nichtstuns ist freilich entgangen, daß Untätigkeit häufig einen höchst banalen Grund hat: die Unentschlossenheit. Sie ist von den Übeln eines der größten. Sie erzeugt ein Leiden ganz eigener Art. Sie hält Körper und Geist in fortwährender Erregung und gönnt dem Subjekt keine Ruhe, keinen Schlaf. Hin und her ist der Unentschlossene gerissen, soll er seine Liebe erklären oder nicht, soll er die Stellung kündigen oder nicht, soll er gegen die Mißhandlung protestieren oder nicht, soll er das Geld ausgeben oder nicht, soll er das Bündnis schließen oder nicht? In allen Lebensbereichen, im Privaten wie im Öffentlichen, ruiniert Unentschlossenheit das Leben. Der Unentschlossene glaubt, sich die Möglichkeiten zu erhalten, wenn er nichts tut. Doch am Ende verliert er jede Möglichkeit, wenn er etwas Mögliches nicht wirklich werden läßt.

„Man wägt die Folgen des einen Schrittes gegen die des anderen ab, ohne je von der Stelle zu kommen. Die Wohltat wirklichen Handelns besteht darin, daß die Möglichkeit, für die man sich nicht entschieden hat, vergessen wird und, genaugenommen, auch gar nicht mehr existiert, weil das Handeln alles verändert hat. Nur in Gedanken handeln dagegen ist nichts; alles bleibt wie es war. In jedem Handeln gibt es ein Element Glücksspiel; denn man muß seine Überlegungen abbrechen, bevor der Gegenstand erschöpft ist.“ (Alain, Die Pflicht glücklich zu sein, FfM 2005, S.190).

© W.Sofsky 2014